Vechta 2000

Vechta 2000
Ein Bericht von Tanja Krell

Fotos Vechta 2003

Fotos hier!

Juni 2000 und wieder steht das Güllepumpentreffen in Vechta an. Ich treffe mich mit Detlef an der Schwerter Ruhrbrücke. Es ist der 17. Juni 12 Uhr, und natürlich bin ich noch nicht wirklich fertig, denn ohne Sprit und mit dem Reifendruck komme ich mit meiner Silverwing Interstate nicht weit. Aber nachdem auch das erledigt ist kann es endlich losgehen. Es ist zwar nicht gerade heiß, aber auf jeden Fall trocken und es sieht so aus als würde es auch so bleiben. Um uns den Stau, der auf der Autobahn um Schwerte immer herscht, zu ersparen, fahren wir über Land bis Unna und das ist ja auch sowieso viel schöner als über die Bahn. Aber wir sind um 13 Uhr mit Wolfgang an der Raststätte Münsterland verabredet und müssen ab Unna auf die Autobahn. Als wir pünktlich um 13 Uhr auf Münsterland ankommen ist von Wolfgang noch nichts zu sehen. Dafür Treffen wir noch einen Silverwingfahrer. Wir sind ja nicht schüchtern und nach ein paar Sekunden ist klar das er Walter heißt, und wie sollte es anders sein, auch nach Vechta möchte. Nach einer viertel Stunde blitzt und funkelt es an der Raststätte. Das kann ja nur Wolfgang sein. Wolfgang kommt mit Katja als Sozia und Dietmar auf einer astrein gepflegten CX-C im Schlepptau angebraust. Es läuft die große Begrüßung und ich muß leider erklären, daß Sascha wegen Krankheit zu Hause geblieben ist, und dann geht es auch schon, jetzt mit 5 Pumpen, weiter. Detlef setzt sich an die Spitze und führt uns von nun an über Land. Die Strecke ist abwechslungsreich und bei manchmal doch sehr kurvigen Abschnitten merke ich schnell das es Detlef mit seiner Ur-CX und Dietmar mit seiner CX-C doch etwas einfacher haben. Unser erstes
Ziel ist das zu Hause von Detlefs Mutter wo uns ein heißer Kaffee erwartet. Aber vorher müssen wir noch über eine üble Rollsplitstrecke, deren Rollsplit sich dadurch auszeichnet, daß er den gleichen Farbton hat wie der Asphalt mit dem er sich abwechselt. So fahren wir nicht viel mehr als Schritttempo auf diesem Abschnitt, aber ich komme mir trotzdem vor als würde ich schwimmen. So ist der Kaffee bei Detlefs Mutter echt verdient. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön! Als es dann weiter geht dauert es auch nicht mehr sehr lange, bis wir in Vechta sind. Es gibt auch dieses Jahr wieder ein Ankunftsfoto und ich bin sehr erleichtert diesmal nicht wie das Michelinmännchen auszusehen. Das ist fast genauso wichtig, wie die Tatsache, daß ich in diesem Jahr keine Gelegenheit finde mich auf einem Video zu blamieren. Als nächstes geht es ans Zeltaufbauen, und danach haben wir Zeit die Ankunft der anderen zu beobachten, etwas zu essen und mit ein paar alten Bekannten zu reden. Kurz nach uns treffen auch Axel und Claudia ein und eine weitere halbe Stunde später auch Jörg, und diesmal mit nur einem Bruchteil des Gepäcks vom letzen Jahr. Am Abend sitzen alle gemütlich ums Lagerfeuer und lassen sich rösten. Die Nacht ist klar und dementsprechend kalt. Als ich endlich in meinen Schlafsack krieche bin ich froh noch zwei Wolldecken dabei zu haben, und auch wenn meine Luftmatratze wie üblich Luft verliert, kann ich doch ganz bequem und Frostbeulenfrei schlafen. Das Frühstück am nächsten Tag ist zwar gut organisiert, aber Kaffee ist halt nie genug da. Deshalb ist die  Schlange relativ lang, aber das ist nicht weiter tragisch, denn die verschlafenen Gesichter der anderen bieten eine gelungene Attraktion. Gut, daß ich nicht wirklich weiß wie mein eigenes Gesicht aussieht, denn beim Waschen habe ich die Augen nicht weit genug auf gekriegt um in den Spiegel zu sehen. Später machen sich dann alle fertig für die Ausfahrt. Ich selbst fahre nicht mit, aber die Abfaht der über 100 Maschinen zu beobachten ist auch schon sehr eindrucksvoll. Jetzt wird es auch immer wärmer und so genieße ich einfach den Tag. Am Nachmittag kommt auch Sascha an, der sich nur für einen Tag auf den Weg gemacht hat, und am Abend wieder Fahren will, weil es mit der Erkältung einfach nicht gut wäre im Zelt zu schlafen. Als die Ausflügler wiederkommen ist es schon spät am Nachmittag und alle sind begeistert, auch wenn es anstrengend war und die Preise in der Stammkneipe des Vechtaer Stammtisches unverschämt hoch waren. Als am Abend die Sonne weg ist, kühlt es relativ schnell ab. Aber manchen scheint das nichts auszumachen. Die Livemusik ist ganz OK, und danach kommt dann die große Pokalverleihung. Dumm ist nur, daß sich Wolfgang und Jörg mehr für das EM-Spiel Deutschland gegen England interessieren, denn nur ein Teil der Gruppe ist da um den Pokal für die größte Gruppe entgegenzunehmen (etwas peinlich). Wie auch immer, wir haben uns natürlich alle gefreut, und nachdem wir uns das Prachtstück alle mindestens zweimal angesehen haben wird es gut in Saschas Rucksack verstaut, und er und Dietmar machen sich auf den Heimweg. Wenig später kommt Axel zu mir und sagt mir das die Veranstalter mich dringend suchen würden und sagt mir außerdem noch mein Nummernschild auf. Wenn es nicht so dunkel wäre könnte man in diesem Augenblick die Panik in meinen Augen sehen. Ich denke nur: Hilfe, was ist mit meiner Karre!? Und natürlich schaue ich als erstes ob auch alles OK ist, aber anscheinend geht es nicht darum, denn sie ist in Ordnung. Um so mehr freue ich mich, als ich dann die Medallie für den Jüngsten Fahrer bekomme. Das hatte ich wirklich nicht erwartet, und ich bin natürlich stolz wie Oskar. Aber auch dieser Tag geht irgendwann vorbei und es folgt eine wiederum relativ kalte Nacht. Am nächsten Morgen geht es dann natürlich erst mal ans Frühstücken und abbauen. Bei den meisten geht das recht schnell, nur Wolfgang braucht etwas länger. Als ich ihm beim Zelt abbauen helfe, stelle ich fest, das selbiges wenigstens bensonders gut richt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, daß er anscheinend versucht hat es in der Nacht einzuschamponieren. Irgendwann ist aber auch der letzte fertig und wir können abfahren. Da wird es aber auch höchste Zeit, denn wir sind mit Detlef, der am Tag zuvor nach der Ausfahrt gefahren ist, bei seiner Mutter verabredet. Wir wollen erst noch ein Stück über Land fahren, aber nach einer Weile verabschieden sich Axel und Claudia von der Kolonne und kurz daraf auch ich, um den restlichen Weg über Autobahn zurückzulegen. Auf der Bahn überhole ich die beiden dann noch, und mache mich mit Vollgas auf den Weg nach Hause, denn es ist mittlerweile unerträglich heiß, und selbst der Fahrtwind bringt bei voller Sonneneinstrahlung und in voller Montur keine echte Abkühlung. Aber eins ist klar: Wir machen uns bestimmt wieder auf den Weg, wenn es nächstes Jahr heißt: "Güllepumpentreffen Vechta 2001"

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